"Meine Tochter will mir die 100.- für den Hütedienst nicht bezahlen. Darf ich das verlangen?"

"Es geht um meine Tochter mit ihren zwei Kindern und mich. Bis vor Corona hütete ich einmal wöchentlich die beiden Kinder über Mittag und jedes zweite Mal auch nachmittags die Enkelin. Das machte ich sehr gerne. Dann äusserte ich mich mal wegen der Bezahlung, die ausstand. Bis dahin erhielt ich 100 Franken im Monat. Meine Tochter reagierte schockiert und meinte, andere Mütter würden das ohne Bezahlung machen. Ist es so daneben von mir, für die regelmässige Betreuung eine kleine Bezahlung zu erwarten?" Livia, 64

Liebe Livia Das ist eine interessante Frage, zu der mich auch die Meinung anderer Grosseltern interessiert. Meistens sind sie finanziell besser gestellt als die jungen Eltern und unterstützen so die junge Familie. In südlichen Kulturen leben einige Grosseltern gar mit der jungen Familie zusammen und sind tagsüber für die Kinder da, während die Eltern einer Berufstätigkeit nachgehen. Hierzulande ist das nicht mehr üblich. Viele jugendliche Grosseltern wollen sich im Rentenalter endlich selbst verwirklichen und haben genug von regelmässigen Verpflichtungen. Einen fixen Hütedienst zu übernehmen, bedeutet auch immer eine grosse Verantwortung. Für Sie will also gut überlegt sein, ob und unter welchen Bedingungen Sie diese Verpflichtung annehmen wollen. Eine kleine Entlöhnung ist eine naheliegende Möglichkeit der Wertschätzung und kann vorher mit der Tochter abgemacht werden. Sie möchte ja eine Dienstleistung von Ihnen. Sie können ihr ein Angebot machen. Und die Tochter kann Ihr Angebot annehmen oder eine andere Möglichkeit suchen. Vielleicht hatten Sie Ihre Erwartungen nicht klar ausgedrückt, was Sie ja noch nachholen können. Die finanzielle Situation beider Seiten kann auch ausschlaggebend für eine Abmachung sein. Vielleicht sind Sie ja auf die hundert Franken angewiesen. Letztlich gibt es keine allgemein gültige Regelung. So darf sie auch von Zeit zu Zeit neu ausdiskutiert werden.

Viele Grosseltern hüten ihre Enkelkinder regelmässig. Sie machen sich Sorgen um ihre kleinen Lieblinge, weil das Kind nicht kooperiert, Wutanfälle hat, aggressiv ist, quengelt oder nicht lernt. Was tun, wenn unterschiedliche Erziehungsvorstellungen zu Konflikten mit den eigenen Kindern führen? In diesem Buch stellen viele Grosseltern ihre Fragen und erhalten von der Psychologin lebensnahe Antworten. Weiter vermittelt das Buch leicht verständliches Fachwissen für jede kindliche Altersstufe und zeigt anhand vieler Beispiele praktische, leicht umsetzbare Lösungswege für einen ermutigenden und gewaltfreien Umgang mit Ihrem Enkelkind.


© Text: Christine Hefti © Foto: Wix

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