"Mein Mann sagt mir kurz vor der Pension, dass er sich wegen einer Jüngeren trennen will."

„Wir sind seit fast 40 Jahren verheiratet. Mein Mann steht kurz vor der Pension. Nun sagt er mir unverhofft, dass er sich trennen will! Er nennt keine Gründe, aber scheint sich seiner Sache sicher zu sein. Er will ausziehen und sagt, er habe sich in eine Kollegin verliebt. Die Sache läuft offenbar schon seit längerem. Sie könnte fast unsere Tochter sein! Ich heule nur und verstehe die Welt nicht mehr! Ich habe mich so auf die Zeit nach der Pension gefreut. Jetzt, da ich nicht mehr für die Kinder da sein muss, wollte ich mit ihm das Leben geniessen und reisen. Ich bin einfach nur wütend!“ Alma, 63

Liebe Alma,

Ihr Mann stellt Sie vor vollendete Tatsachen. Das ist ein Trauma! Viele Männer sind feige und überwintern in einer unbefriedigenden Ehe, bis der Frühling in Gestalt einer jungen Frau sie erweckt. Viele Frauen mittleren Alters ereilt das gleiche Schicksal wie Sie: Sie haben sich jahrelang für Mann und Kinder aufgeopfert und sehen sich nun aufs Alter hin um den Lohn ihres Verzichts betrogen. Ihre Wut ist also verständlich und hilft in der ersten Phase über die Trauer des Verlusts hinweg. Die Liebe ist aber – auch in einer Ehe! – immer ein Kind der Freiheit und leider kein Tank, der uns berechtigt, bis ans Lebensende Saft abzuzapfen. Wir haben kein Recht darauf, dass unser Partner uns lebenslang liebt. Deshalb ist es längerfristig nicht sinnvoll, in der Opferrolle zu verharren. Was hilft, ist schonungslose Ehrlichkeit mit sich selbst: Was hat mir mein Mann wirklich bedeutet? Was hat ihm, aber auch mir gefehlt? Wie sehr schmerzt mich der Verlust des Partners wirklich, wenn ich die Kränkung der verletzten Eitelkeit, die vertraute Gewohnheit und die Angst, mein Leben allein schaffen zu müssen, abziehe? Welche Qualitäten habe ich in die Ehe eingebracht, welche nicht? Welche Konflikte haben wir möglicherweise jahrelang verdrängt? Wo stehe ich, was will ich von der Zukunft? Nun geht es darum, eine Standortbestimmung für Ihr Leben zu machen. Für einen Neuanfang ist es nie zu spät. Ihre Chance ist intakt, Ihr Leben selbstbestimmt an die Hand zu nehmen.

Wenn der Liebespartner geht, bedeutet das für den Verlassenen eine Lebenskrise, die mit grösstem seelischen Schmerz verbunden ist. Heftige Gefühle wie Trauer, Wut, Angst und Verzweiflung sind nach einer Trennung ganz normal. Im ersten Teil des Buches beantwortet die Psychologin einfühlsam die Fragen von vier Männern und sechsundzwanzig Frauen in einer Trennungskrise. Sie als Leser oder Leserin können sich bestimmt in vielen Beispielen wiederfinden. Im zweiten Teil beleuchtet die Autorin die psychologischen Zusammenhänge nach einer Trennung und gibt lebensnahe Tipps zur Bewältigung von Schmerz, Trauer und Wut. Sie werden mit viel Feingefühl, Ermutigung und Fachwissen durch die vier Phasen der Trennung begleitet und lernen, den unfreiwilligen Abschied als Chance für ein neues Glück wahrzunehmen.


©Text: Dr. Christine Hefti, Bild: Canva

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