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BLogbeitrag

"Ich habe mich getrennt. Nun droht mein Mann, sich umzubringen."

"Ich war immer für meine Familie da und habe meine Bedürfnisse zurück­ gesteckt. Mein Mann war derweil sehr aktiv in Vereinen und in der Politik. Er forderte von mir viel Toleranz, die ich ge­währte im Hinblick darauf, dass sie dann einmal zurückkommt. Seit die Kinder erwachsen sind, möchte ich mich auch wieder etwas mehr nach aussen orientie­ren. Sehr zum Missfallen meines Mannes. So haben wir uns in den letzten Jahren deswegen immer wieder heftig gestritten, und er war dann jeweils tagelang wütend auf mich und hat kein Wort mehr mit mir gesprochen. Im Nachhinein streitet er alles ab, gibt mir die Schuld und bezeich­net sich als sehr tolerant. Da mir die ganzen Streitereien, die schlechte Laune meines Mannes zu viel wurden, habe ich mir vor einigen Wochen eine eigene Wohnung genommen. Auch mit dem Ziel, dass etwas Abstand die Situation beruhi­gen könnte. Im ersten Moment war das auch so. Doch nun beginnt alles von vorn. Ich fühle mich klein gemacht, unter Druck gesetzt und eingeengt. Ihm geht es schlecht, das ist mir bewusst. Er droht sogar, sich etwas anzutun. Ich hätte dann, was ich wollte, meint er dazu. Will er mich erpressen, oder muss ich mir wirklich Sorgen machen? Was soll ich tun? Habe ich wirklich immer alles falsch gemacht?" Lina, 60

Liebe Lina, Ihr Brief hat mich beeindruckt: Sie vertrauen auf Ihr Gefühl, analysieren klar die Situation und haben mit Ihrem Schritt, eine eigene Wohnung zu suchen, Mut und innere Stärke bewiesen. Und trotzdem bleiben leise Zweifel und Schuldgefühle, ob Sie richtig gehandelt haben. Das ist typisch, denn Narzissten schaffen es immer wieder, eigene Fehler zu verharmlosen, sich als Opfer darzustellen und dem anderen mangelndes Verständnis vorzuwerfen. Diese Gehirnwäsche schwächt und zermürbt auf Dauer und lässt die Partner unter dem Strich immer wieder an den eigenen Gefühlen zweifeln. So verharren sie oft jahrelang in einer unbefriedigenden Situation und sind handlungsunfähig. Gratulation Lina, Sie haben nun den Schritt aus diesem Teufelskreis gewagt! Aber damit haben Sie Ihren Mann in seinem Ego gekränkt. Der fährt jetzt härtere Bandagen auf, operiert mit Drohungen und Erpressungen, in der Hoffnung, Sie zum Bleiben manipulieren zu können. Das ist das übliche Repertoire eines Vollblut-Narzissten. Die Kunst ist jetzt, mit vagen Aussagen Zeit zu gewinnen und sich nicht mehr auf Diskussionen einzulassen. Das Einzige, was Sie einmal erwähnen können, ist, dass jeder für seine Handlungen selbst verantwortlich ist.

In jeder Partnerschaft gibt es gute und schlechtere Zeiten. Äussere Stressfaktoren oder persönliche Probleme können eine Beziehung belasten. Ist die Liebe noch da und kann man sich wieder versöhnen, ist das kein Grund, die Partnerschaft aufzugeben. Ärgert man sich aber oft über den andern, fühlt sich gekränkt oder hat ständig Streit, liegt der Gedanke einer Trennung nahe. Niemand trennt sich leichtfertig: Schliesslich hat man Herzblut in die Beziehung investiert, hat gemeinsame Erinnerungen, gemeinsame Freunde, vielleicht gemeinsame Kinder. Welche Kriterien sprechen also für — und welche gegen eine Trennung? In diesem Buch finden Sie 28 persönliche Antworten und noch viel mehr Hintergrundwissen, um für Ihre eigene Paarbeziehung zu einer passenden Entscheidung zu kommen. Hier können Sie das E-Book sofort herunterladen und gleich mit lesen anfangen. Hier können Sie das Taschenbuch mit Gratisversand zu sich nach Hause bestellen.


© Text: Dr. Christine Hefti, Bild: Canva



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Dr. phil. Christine Hefti

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© 2021 by Christine Hefti. Fotos: Fotolia, Wix, Canva