"Meine Enkelin ist vier und trägt tagsüber immer noch Windeln. Ist das normal?"

Ich bin Grossmutter. Meine Enkelin ist vier Jahre alt. Sie braucht noch Windeln. Doch unlängst haben die Eltern angefangen, sie auf die Toilette zu setzen. Die Kleine geht auch problemlos, aber bis jetzt hatte sie noch nie ein Erfolgserlebnis, das heisst, es ist noch nie ein 'Bisi' oder 'Gaggi' gekommen. Sie geht zwei Tage in die Kita, und ich glaube, dass die andern Kindern sie ab und zu auslachen, wenn gerade keine der Betreuerinnen da ist. Wenn sie ihr Geschäft in die Windeln macht, stinkt das ja auch wirklich sehr, und ein Kind auf dem Spielplatz hat auch schon zu ihr gesagt, dass sie stinke. Wie können wir ihr helfen? Sie tut mir einfach leid. Ich muss noch dazu sagen, dass die Sache in der Familie kein Problem ist, das wird nicht überbewertet, aber ich als Oma habe einfach das Gefühl, dass sie darunter leidet, dass sie immer noch Windeln trägt. Marianne, 63

Liebe Marianne Lediglich 2 bis 3 Prozent der vierjährigen Kinder koten noch ein. In einer Spiel­gruppe wird das Kind daher eher ein Ein­zelfall sein, und ich verstehe Ihre Sorge, dass das Kind damit zum Aussenseiter werden kann. Vermutlich sahen die Eltern das bis anhin zu locker und haben mit dem Kind zu wenig «geübt». Das Kind kann an einen regelmässigen Stuhlgang gewöhnt werden, indem die natürlichen Entleerungsreflexe des Darms nach den Mahlzeiten genutzt werden und es nach jedem Essen 10 Minuten aufs Töpfchen sitzen darf. Selbstverständlich sollte es etwas malen oder spielen können, damit es ihm nicht langweilig wird. Wenn ein Wecker klingelt, ist die Zeit um. Auch kann beim Kinderarzt abgeklärt werden, ob eventuell eine Verstopfung die Ursache für das Einkoten ist. Das kann zum Beispiel der Fall sein, weil das Mädchen zu wenig trinkt. Wichtig ist jedoch, dass für das Kind eine tägliche mehr­malige Routine entsteht, aber die Erwachsenen trotzdem kein grosses Aufhebens um die Sache machen.

Viele Grosseltern hüten ihre Enkelkinder regelmässig. Sie machen sich Sorgen um ihre kleinen Lieblinge, weil das Kind nicht kooperiert, Wutanfälle hat, aggressiv ist, quengelt oder nicht lernt. Was tun, wenn unterschiedliche Erziehungsvorstellungen zu Konflikten mit den eigenen Kindern führen? In diesem Buch stellen viele Grosseltern ihre Fragen und erhalten von der Psychologin lebensnahe Antworten. Weiter vermittelt das Buch leicht verständliches Fachwissen für jede kindliche Altersstufe und zeigt anhand vieler Beispiele praktische, leicht umsetzbare Lösungswege für einen ermutigenden und gewaltfreien Umgang mit Ihrem Enkelkind.


© Text: Dr. Christine Hefti, Foto: Canva

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